Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) betreibt das elektronische Informationssystem HOOGAN, in das Daten über Personen aufgenommen werden, die sich anlässlich von Sportanlässen im In- und Ausland gewalttätig verhalten haben. Im HOOGAN dürfen Informationen über Personen erfasst werden, gegen die Ausreisebeschränkungen, Massnahmen nach kantonalem Recht
(Rayonverbote, Meldeauflagen, Polizeigewahrsam) oder andere Massnahmen wie Stadionverbote verhängt wurden.
Die gesetzliche Grundlage bildet Art. 24a des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS). In den Artikeln 1 bis 13 der Verordnung über verwaltungspolizeiliche Massnahmen des Bundesamtes für Polizei und über das Informationssystem HOOGAN werden diese Gesetzesbestimmungen konkretisiert. Der Betrieb des Informationssystems HOOGAN, insbesondere auch der Schutz der Daten, ist im Bearbeitungsreglement HOOGAN geregelt.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Informationssystem:

  • Die Massnahme wurde von einer richterlichen Behörde ausgesprochen oder bestätigt,
  • Die Massnahme wurde aufgrund einer strafbaren Handlung ausgesprochen, die zur Anzeige an die zuständigen Behörden gebracht wurde,
  • Oder die Massnahme ist für die Wahrung der Sicherheit von Personen oder der
    Sportveranstaltung notwendig und kann glaubhaft begründet werden.